Samen des Wandels
Samen des Wandels

Transition Initiativen - was ist das?

Transition towns --- Städte im (Energie-) Wandel

 

Menschen brauchen wieder einen Sinn für Initiative, für Selbstverantwortung und das Selbstbewusstsein, etwas bewegen zu können. Wir müssen wieder Hoffnung schöpfen können, und neue Visionen hervorbringen.

Dazu braucht es eine lösungsorientierte Herangehensweise. Es reicht nicht mehr, die Strukturen zu kritisieren, die wir uns auferlegt haben, wir können und müssen etwas tun. Mit Zusammenhalt, viel Freude und aus unseren ganzen Herzen können auch wir neue Wege finden, Systeme erschaffen, neue Modelle für Kleinstädte wie Dinkelsbühl, die eine nachhaltige Lebensweise demonstrieren können.

 

In „Transition Town Initiativen“ erarbeiten Menschen, die sich zu Arbeitsgruppen zusammenschließen dazu gemeinsame Konzepte für Verkehr, Ernährung und Energie. Sie installieren erneuerbare Energien, verwandeln städtische Brachflächen in gemeinschaftlich nutzbare Gemüsegärten und bewerben lokale Produkte. Die „Transition Town“ Bewegung basiert auf der Permakultur und erfasst somit alle Bereiche des täglichen Lebens. Es gab noch nie eine so umfassende Bewegung. 2006 wurde sie von Rob Hopkins mit einer Erstinitiative in Totnes, England initiiert und hat sie sich auf der ganzen Welt verbreitet.

Es ist eine überparteiliche, überkulturelle und überreligiöse Bewegung, der sich schon über 1000 Städte auf dem gesamten Globus angeschlossen haben. In Deutschland ist diese Bewegung noch recht jung. Städte wie Bielefeld und Berlin haben sie aber mittlerweile auch in ihr Nachhaltigkeitskonzept aufgenommen.

 

Also… Ökowende vor der Haustür oder Nichtstun und auf die nächste Klimakonferenz warten… viel Spaß beim Film!

Transition Initiative Dinkelsbühl & Surroundings

 

Wir sind eine Gruppe von Menschen, die derzeit auf Freiwilligen Basis daran arbeiten, ein gemeinschaftsgestütztes, ökologisches und energieextensives Leben in unserer Region wieder zu beleben.

 

In Kürze zu dem Kontext in dem wir stehen: Dinkelsbühl ist ein kleines fränkisches Städtchen ziemlich im Zentrum des Städte-Dreiecks München-Stuttgart-Nürnberg. Es ist eine mittelalterliche Stadt mit ca. 12.000 Einwohnern und einer langen, interessanten Geschichte, weswegen sich hier eine gute Basis für ein belebtes Miteinander stellt. Viele Hektar Farmland und mehrere kleine Dörfer und Weiler umgeben die Stadt.

 

Obwohl offensichtlich ein gutes Potential da ist, Dinkelsbühl und sein direktes Umland als eine wahrhaft nachhaltige Region wieder zu beleben, läuft die Stadt dem Schicksal einer Trabantenstadt entgegen. Sie soll als „Wohn- und Touristenstadt“ den umliegenden Städten dienen. Lokale Kleinbetriebe und innovative Neulinge können die hohen Mieten in der Innenstadt nicht mehr zahlen und wandern ab oder sterben schlichtweg aus. Was bleibt, sind einige alteingesessene Touristenläden,  etliche Restaurants und noch mehr leerstehende Geschäfte. Im Gegensatz dazu sollen sich große Billig-Supermärkte und Einkaufszentren um die Stadt herum ansiedeln. Dies hat Auswirkungen nicht nur auf das Stadtbild, sondern auch auf den Arbeitsmarkt und den Verkehr, der um einiges angestiegen ist, da Arbeitnehmer immer mehr in die umliegenden Städte pendeln. Das Leben wird konsumorientierter, schneller und unbewusster und die zwischenmenschliche Kommunikation immer schwieriger.

 

Da Dinkelsbühl als „Ensemble-Denkmal“ ausgezeichnet ist, ist sämtlicher Gebäudebestand denkmalgeschützt und hat somit einen hohen Energieverbrauch. Es ist schwierig, die Erlaubnis zu bekommen für Maßnahmen der energieeffizienten Sanierung und Installation von erneuerbaren Energiequellen.

 

Mit der Inbetriebnahme einer Biogasanlage in der Gegend, hatten die meisten Landbesitzer von Landwirtschaft auf Monokultur von Biomasse umgestellt. Im Laufe der Jahre hatten einige Bauern versucht auf biologische Landbau umzusteigen, hatten aber (laut ihrer eigenen Aussagen) existentielle Schwierigkeiten, dies aufrecht zu erhalten.

 

Bis vor ein paar Jahren gab es in der Gegend noch regelmäßige Feste mit dem Hintergrund lokale Märkte zu beleben, wie etwas das Schäferfest oder das alte Stadtfest. Heute sind diese entweder aufgegeben worden oder zu reinen Vergnügungsmaßnahmen geworden.

 

Obwohl es eine Reihe von Aktivisten in den Bereichen Umweltschutz, Artenvielfalt, lokale Wirtschaft und lokale Produktion hier in der Gegend gibt, gibt es doch keine gemeinsame Plattform für all diese und ihre Aktivitäten bleiben zum größten Teil ungesehen und unerkannt.

 

In Kürze zu unserer Gruppe: Neben den allseits bekannten globalen Themen von Klimawandel, Umweltzerstörung, wirtschaftlicher Abhängigkeit und Diskrepanz bis hin zum rasanten Anstieg physischer und psychischer Krankheiten, denen wir heutzutage begegnen, waren dies unsere Ansatzpunkte, um im Jahr 2010 eine Gruppe mit dem Namen „Permafreunde Dinkelsbühl“ zu gründen. Diese Gruppe entstand aus einigen Grundsatzgedanken der Permakultur und hat es sich zum Ziel gesetzt, sich aktiv für ein (Wieder)Erschaffen eines ethischen, nachhaltigen und freudvollen Umfeldes in der bestehenden Struktur, in der wir jetzt leben, einzusetzen. Der Begriff „Nachhaltigkeit“ wird dabei in seiner Ganzheitlichkeit gesehen. Somit geht es uns nicht nur um die Umsetzung von Permakulturprinzipien im Land- und Gartenbau, sondern um die (Wieder-)Belebung einer Gemeinschaft, die auf allen Ebenen ethisch und nachhaltig lebt. Dazu gehören in unserem Sinne: respektvoller Umgang mit Land und Natur, gewaltfreie Produktion von Nahrungsmitteln, regionales Wirtschaften, regionale Erzeugung von Produkten des täglichen und aussertäglichen Bedarfs, Minimierung der notwendigen Wege, für jedermann erschwingliches energieeffizientes und baubiologisch vertretbares Wohnen, Reduktion von unnötigen, oft umweltschädlichen Konsumgütern, Belebung des gemeinschaftlichen Miteinanders durch gemeinsame Aktivitäten, Workshops, Austausch, Bewusstseinsbildung, bewusster und respektvoller Umgang miteinander, gesunde, wachstumsfördernde Beziehungen und persönliches Wachstum bis hin zum Umgang mit unseren Kindern. Wir glauben, dass dies auch in bereits bestehenden Strukturen möglich ist und obwohl wir den Wert von Beispielgemeinschaften sehr hoch schätzen, es keine Neugründungen von abgespalteten ökologischen Siedlungen zwingend benötigt, um frei, nachhaltig und in Harmonie mit der Natur leben zu können. 

Aktuelles

Samenfest 2018 - am 11. März im Dinkelsbühler Schrannensaal

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Ein Hortus für Dinkelsbühl? - Direkt vor dem Turmalin / Raum der Begegnung entstand ein erster Permakultur - Gemeinschaftsgarten, der offen für alle Menschen in Dinkelsbühl war. Leider musste das Projekt im Sommer 2017 einer Erweiterung der städtischen Sauna weichen und so sind wir auf der Suche nach neuem "Boden unter den Füßen" - Das Projekt soll bald wieder zum Leben erweckt werden - Machen Sie mit - Sie können jederzeit dabei sein, uns Grundstücksvorschläge machen oder uns mit einer Spende unterstützen!!

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Im Oktober 2014 haben wir unseren  "Turmalin" - "Raum der Begegnung" in Dinkelsbühl eröffnet! - und im August 2017 leider wieder schliessen müssen. Wir sind auf der Suche anch neuen Räumlichkeiten!!

www.turmalin-dkb.de

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"Vielfalt lebt durch Viele" WERDEN SIE NOCH HEUTE FÖRDERMITGLIED DES KLIMASCHUTZDORF E.V. - mit einer selbstgetakteten Spende können Sie unsere Aktivitäten unterstützen!

Schreiben Sie uns dazu bitte einfach eine E-Mail mit dem Stichwort "Förderer" auf info(at)samen-des-wandels.de

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Unsere neue Konaktnummer : 

 01525 267 9235

 

 

Stoppt TTIP

Unsere Partner-Projekte:

Sponsoren Samenfest 2017

Vielen Herzlichen Dank

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